erarbeitet von Berndt Zenker ( Schriftführer des Vereins von 1984 bis 2006 )
Ergänzungen - Aktualisierungen von Thomas Tschursch ( 1. Vorsitzender seit Dezember 2002 )
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Im Jahr 1917, in der Endphase des 1. Weltkrieges, am 1. April, wurde das Gelände hinter dem Straßenbahnhof Naußlitz als Kleingartenanlage an 89 Straßenbahner verpachtet, damit sie für sich und ihre Familien Obst und Gemüse anbauen konnten in dieser schwierigen Versorgungslage. Die Größe der Anlage betrug 12.750 m².
Im Jahr 1921, am 1. März, wurde dann unser Verein mit dem Namen Kleingärtner-Verein Straßenbahnhof Naußlitz e.V. gegründet. Der Pachtpreis pro Quadratmeter Boden betrug 3 Rpf., hinzu kamen noch 4 Rpf. für Wasser und Unterhaltung der Anlage.
Im Jahr 1924, erfolgte die Aufnahme in die Kreisgruppe Dresden der Kleingärtner e.V. im Reichsbund deutscher Kleingärtner e.V.
Im Jahr 1938, am 17. Januar wurde die Eintragung als „e.V.“ nochmals erneuert. In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 und darüber hinaus bis 1950 gibt es keine Veränderungen zu den Pachtbedingungen der Kleingärtner. Die Überlieferung, dass in der sowjetisch besetzten Zone alle Vereine aufgelöst wurden stimmen insofern, dass als Verpächter wieder die Dresdner Verkehrsgesellschaft AG auftrat.
Im Jahr 1950: Mit Gründung der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 auf deutschem Boden erfolgte die Umbenennung des Bodeneigentümers in: Kommunalwirtschaftsunternehmen der Stadt Dresden (KWU) -Verkehrsbetriebe- und die Kreisgartenhilfe der FDGB Kreisvereinigung Dresden e.V. - Ortsgruppe Dresden II wurde ab dem 01. Januar 1951 unser neuer Hauptverpächter. Diese schloss am 28. Dezember 1950 einen neuen Haupt-Pachtvertrag mit dem Grundstückseigentümer der KWU –Verkehrsbetriebe- ab. Der Pachtpreis wurde mit 0,03 DM pro m² festgelegt und betrug für die gesamte Kleingartenanlage 382,50 DM. Die Vertragsdauer legte man auf 5 Jahre fest, mit der gleichen Verlängerungszeit, wenn nicht ein Jahr vor Ablauf gekündigt wurde.
Im Jahr 1954: Aus einem ehemaligen Mitgliedsbuch des Kreisverband Dresden der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter ist erkennbar, dass die Verwaltungstätigkeit der Kleingärtnersparten durch die Kreisgartenhilfe des FDGB
in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) an die Kreisverbände der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter überführt wurde. Unser Verein nannte sich in dieser Zeit als neues Mitglied des Kreisverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter – Kreisverband Dresden: Kleingartenbetriebsgruppe Straßenbahnhof Naußlitz im Kreisverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter. In den Jahren 1956 – 1958 wurde aus Abbruchsteinen auf der heutigen Parzelle - Nr. 16 ein Vereinsheim in der Größe von 85 m² in massiver Bauweise errichtet. Später 1979 durch einen Anbau erweitert auf 114 m². Vorher stand an
dieser Stelle ein Holzgebäude welches in den Jahren ab 1950 als Kantine genutzt wurde.
Im Jahr 1959: Alle Kreisverbände der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter schlossen sich 1959 zum Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter der Deutschen Demokratischen Republik zusammen. Auch unsere Kleingärtnersparte „Straßenbahnhof-Naußlitz“ e.V. wurde in diesem Verband integriert. Die Anzahl der verpachteten Parzellen wurde durch Zusammenlegung von ehemals 89 auf 79 verringert.
Im Jahr 1990: Im Zuge der politischen Ereignisse um die Wiedervereinigung Deutschlands wurde unsere Kleingärtnersparte als Mitglied des Stadtverbandes der Dresdner Gartenfreunde e.V. am 01.Juli 1990 aufgenommen. 51 Kleingärtner waren zu diesem Zeitpunkt Nutzer einer Parzelle. Im Vereinsregister des Amtsgerichtes Dresden wurden wir am 20.September 1990 unter der Nr.: VR 282 registriert.
Im Jahr 2004 sind noch 50 Kleingärtner als glückliche Parzellennutzer aktiv und diese Anzahl werden wir versuchen für die kommenden Jahre beizubehalten. Die durchschnittliche Parzellengröße beträgt heute 238 m² bei einem derzeitigen Quadratmeterpreis von 0,16361 €; (das entspricht 0,32 DM/ m²).
Ab 2005 gilt: Der § 5 Abs. 1 BkleingG begrenzt den höchstzulässigen Pachtzins für Kleingärten auf den 4-fachen Betrag der ortsüblichen Pacht im erwerbsmäßigen Obst- und Gemüseanbau. Dem Stadtverband " Dresdner Gartenfreunde" e.V. als General- und Zwischenpächter von Kleingartenanlagen liegt ein neues Gutachten des nach § 192 des BauGB eingerichteten Gutachterausschusses beim Vermessungsamt Dresden vor, wonach der ortsübliche Pachtzins im erwerbsmäßigen Obst- und Gemüseanbau für das Territorium der Stadt Dresden 0,022 € je m² und Jahr begrenzt. Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 BkleingG ist damit für Kleingärten im Gebiet der Stadt Dresden der höchstzulässige Pachtzins auf 0,088 € je m² und Jahr begrenzt.
Ab 2006 gilt: Der Mitgliedsbeitrag beim Stadtverband Dresden wird auf 15,00 € im Jahr festgesetzt.
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Unsere Sparten- und Vereinsvorstände bis zum Jahr 2011, (vor 1950 sind uns leider keine Namen mehr bekannt) :
| 1. Vorsitzender | stellvertretender Vorsitzender | Schriftführer | Kassierer/Schatzmeister | Gartenwart | Fachberater |
| Curt Karsch bis 1954 | Martin Göpfert | ||||
| Willy Förster 1954-1958 | Martin Göpfert | Erich Neuber | Georg Bujak | ||
| Gerhard Zenker 1958-1983 | Günter Helle | Erich Neuber | Georg Bujak Klaus Jahn | ||
| Lothar Reichelt ab Dez. 1983 bis Nov. 1989 | Günter Helle Kurt Frank | Berndt Zenker ab 1984 | Klaus Jahn Dieter Rudolph | ||
| Jörg Jaensch ab Dez. 1989 bis Nov. 1998 | Bernd Altmann ab Dez. 1994 bis Nov. 1996 | Berndt Zenker | Dieter Rudolph Anita Myrczik | Alfred Tschursch ab Dez. 1996 | |
| Thomas Michel ab Dez. 1998 bis Nov. 2002 | Gisela Frank ab Dez. 1996 | Berndt Zenker | Anita Myrczik | Jörg Jaensch ab Dez. 1998 | Alfred Tschursch |
| Thomas Tschursch seit Dez. 2002 | Gisela Frank bis Nov. 2006 | Berndt Zenker bis Nov. 2006 | Anita Myrczik bis Nov. 2006 | Jörg Jaensch | Alfred Tschursch bis Nov. 2004 |
| Thomas Tschursch | Steffen Roth ab Dez. 2006 | Ina Seifert ab Dez. 2006 | Gisela Frank ab Dez 2006 bis Mai 2011 | Jörg Jaensch | Andrea Tschursch ab Dez. 2004 |
| Thomas Tschursch | Steffen Roth | Ina Seifert | Gudrun Saitenmacher ab Mai 2011 | Jörg Jaensch | Andrea Tschursch |
